„Jawollja, dit is dette, wat sich der Balina unter ne richtich schnieke Musike vorstellen tut!“
So mancher Besucher rutschte unbemerkt in den Alt-Berliner Jargon, als 10 Leierkastenfrauen und -Männer zu einem Drehorgel-Festival in den Britzer Garten gekommen waren. Kein anderes Instrument versinnbildlicht mehr das Leben in den Straßen von Berlin in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als die Drehorgel. Berlin entwickelte sich in dieser Zeit zu einer der Hochburgen des Drehorgelbaus in Deutschland und bis zu 3.000 Drehorgelspieler zogen durch die Straßen und Hinterhöfe. Wenn der Leierkastenmann auf dem Hinterhof mit seiner Drehorgelmusik angefangen hatte, öffneten etliche Bewohner erst einmal ihr Fenster, um Musik und Gesang besser hören zu können. Am Ende des Vortrags wurden oftmals sorgfältig in Papier eingewickelte Groschen (10-Pfennig-Münzen) auf den Hof geworfen.
Im Britzer Garten präsentieren die Leierkastenmänner und natürlich auch Leierkastenfrauen in traditioneller Kleidung ihre einzigartigen nostalgischen Musikinstrumente.
So wie vielerorts in Berlin wieder alte Gaslaternen als auch die altbewährte Litfasssäule auftauchen, so haben es sich die Spieler der Drehorgeln zur Aufgabe gemacht das Instrument auch der nachgewachsenen Generation ins Bewusstsein zu rufen. Nach dem Motto: Ein Instrument gehört nicht ins Museum sondern gehört gespielt, erklagen wunderbare Melodien rund um den See des Britzer Gartens. Die zahlreichen Besucher der abschließenden Drehorgelrevue auf der Festplatzbühne bekamen Märsche, Opernmelodie und Gassenhauer zu hören und konnten sich selbst an Leierkasten-Rock´n Roll erfreuen. Fotos und Video: Klaus Tolkmitt
52. Deutsch-Amerikanisches Volksfest Berlin 2012
24 Tage sonniges US-Feeling – Mitten in Berlin! – Auf dem Festplatz nahe Hauptbahnhof
Das 52. Deutsch-Amerikanische Volksfest Berlin fand diesmal in einem neuen Outfit statt: Veranstalter Thilo-Harry Wollenschlaeger hatte diesmal drei bekannte Themen-Bereiche optisch und inhaltlich gestaltet: “The Big Apple – New York”, “Beach’n’Surf: Florida & California” und “Yeehaw: Wild West City”. Das Event-Erlebnis reichte unter dem Motto “The New Experience” vom Broadway über einen echten 600 qm großen Sandstrand mit “Beach-Feeling” bis zu einer kompletten Westernstadt. Natürlich kam auch das Herz der Volksfest-Fans nicht zu kurz: Über 100 Schausteller präsentieren ihre Attraktionen – von aufregenden Fahrgeschäften wie der “High Explosive”-Achterbahn über das Kult-Karussell “Break Dance” und “HYPERX”, der größten Geisterstadt zum Gruseln sowie familientauglichen Angeboten bis zur fröhlichen Kinderunterhaltung.
An “American Food & Beer” mangelte es beim 52. Deutsch-Amerianischen Volksfest nicht: Die Gaumenfreuden reichten von Steaks, Hamburger und Hot Dog bis zu Country Potatoes, Corn on the Cob und “Original American Ribs”. Dazu gab es originale amerikanische Biere und ebenso amerikanische Softdrinks. Für Freunde von US-Cars präsentierte das Berliner Autohaus kade-a die neuesten Modelle der Marke Chevrolet mit drei Fahrzeugen direkt vor Ort. Ein absolutes Highligt war das Non-Stop-Bühnenprogramm mit original Southern Country-Rock von “Modern Earl”, Ulli & den grauen Zellen, dem “Country Music Day” und Stargast James Lann aus Texas.
Fotos: Klaus Tolkmitt
„LEO ist ein moderner Pan Tau“
Haben Sie schon mal versucht Ihre Wohnzimmerwand hoch zu laufen?
Mit "LEO" haben die Produzenten von „SOAP – The Show“ eine überraschende und urkomische
Ein-Mann-Show geschaffen, die der Erdanziehung ein Schnippchen schlägt. Dank eines originellen Bühnenkonzepts und phantasievollen Videoprojektionen taucht der Titelheld in fabelhafte Szenen und Landschaften, in denen bald weder er noch der Zuschauer weiß, wo oben und unten ist. So erlebt LEO wahrhaft phantastische Abenteuer!
Bereits bei ihrer Uraufführung auf dem „Edinburgh Fringe Festival 2011“ gewann die Show drei Preise und eine Einladung an den New Yorker Broadway. Als „überraschend, illusionär, faszinierend“ beschrieb „The Edinburgh Reporter“ das Ein-Mann-Stück und prophezeite: „Dieser Show steht eine großartige Zukunft bevor!“
Und so kam es: Am Broadway sorgte „LEO“ für ausverkaufte Vorstellungen und frenetischen Kritikerapplaus: „LEO rockt!“ jubelte die „New York Post“. Für 2012 stehen bereits Gastspiele in Neuseeland, Frankreich und USA auf dem Programm. Zurzeit wird das Spektakel im "Chamaeeleon" in Berlin gezeigt. Quelle: Berliner Zeitung