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Reiseberichte

 

EUROPA/Italien/Gardasee

Der Gardasee
"Als Gott die Welt anmalte, fielen ihm am Gadasee die Farben aus der Hand"
Zwischen den Alpen und der Poebene, etwa 65 m über Meereshöhe, liegt der Gardasee in der Region Trentino-Südtirol, im Westen in der Lombardei, im Osten in Venetien. Die Anwohner erzählen mit Stolz die Geschichte: „Als Gott die Welt anmalte, fielen ihm am Gardasee die Farben aus der Hand und ergossen sich über das Land“. Wahrhaftig , beim Anblick der zahllosen Blau-, Grün- und Türkistönen, die der Wechsel von Wind, Wetter und Tageszeit auf das Wasser zaubert und der Farbenpracht, mit sich die üppige mediterrane Vegetation an Ufern und Hängen entfaltet, mag man die Geschichte gerne glauben. Der Gardasee (Lago di Garda) ist der größte See Italiens, der durch den Etschgletscher in der vergangenen Eiszeit geformt wurde und dessen Spuren man noch heute verfolgen kann. Während das nördliche Ufer des Sees von Zweitausendern der Gardaseeberge wie z. B. dem Monte Baldo umsäumt ist, liegt das südliche Ufer bereits in der Ebene. Das Klima ist aufgrund der Lage sub-mediterran mit heißen Sommern und niederschlagsarmen, milden Wintern. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen 13 und 15 °C. In Gardone Riviera, am Südwestufer des Sees, herrscht das mildeste Klima nördlich des Apennins. Die Hauptwinde am nördlichen See sind der Ora, ein Südwind, der in der Mittagszeit beginnt und bis in die frühen Abendstunden weht. Darum ist der nördliche Gardasee zwischen Torbole und Malcesine bei Seglern und Surfern sehr beliebt. Rund um den Gardasee (165 Kilometer) prägen mediterrane Vegetationsformen wie Trauerzypressen, Oleander, Zedern, Olivenbäume und auch Palmen das Erscheinungsbild. An den sonnenüberfluteten Hängen gedeihen Agaven, Opuntien und Kapernsträucher. Berühmt ist der Gardasee auch für seine Orangerien (it. Limonaia), in denen früher Zitronen und Orangen angebaut wurden. Heute werden nur noch einige Limonaien, besonders für die Touristen, bewirtschaftet. Die meisten findet man am Westufer, der Riviera dei Limoni, zwischen Salò und Limone, aber auch eine in Torri del Benaco am Ostufer. Das Ostufer heißt Riviera degli Olivi, da sich an den Hängen des Monte Baldo große Olivenhaine erstrecken. Fotos: Klaus Tolkmitt

 

 

EUROPA/Griechenland/Symi/Symi-Stadt

Symi – Eine Stadt wie aus dem Bilderbuch
Rund um den malerischen Hafen ein Meer aus Licht und Farben

Rhodos, die größte Insel der griechischen Dodekanes-Inseln, ist idealer Ausgangspunkt für einen Tagesausflug zur Felseninsel Symi, die bekannt ist für ihre Schwammtaucher. Nach einer zweistündigen erholsamen Schiffsfahrt entlang der türkischen Küste, die auch von den Einheimischen genutzt wird, um in

Rhodos-Stadt einzukaufen, wird erst im Süden der Insel der bekannte Wallfahrtsort „Panormitis“ angelaufen. Der einzige Mönch im Kloster begrüßt noch heute Wallfahrer aus aller Welt, die zu Ehren des heiligen St. Michael auch schon mal die Treppenstufen ins Kloster auf Knien emporsteigen. Ziel der Tagesreise ist aber die malerische fjordartige Bucht von Symi-Stadt mit ihren pastellfarbenen Häusern, die sich von der Hafenmauer den felsigen Hang hinaufziehen. Die oberen Häuser sind nur schwer durch enge Gassen und steile Treppen erreichbar, was die Symier inzwischen veranlasste, ihre Häuser zu verlassen und auf der anderen Seite des Berges eine neue Stadt zu bauen. Die unzähligen alten Häuser am Hang werden nur noch von wenigen Einheimischen ganzjährig bewohnt. Viele Griechen nutzen ihre Häuser nur noch als Ferienwohnung oder vermieten die hübschen Häsuser an zahlungskräftige Touristen. Fotos: tt 

Foto: von oben nach unten: Eine Stadt wie aus dem Bilderbuch. Touristen aus aller Welt kommen mit kleinen und großen Booten, um sich die malerische Dodekanes-Insel anzuschauen.
 

 

 

 

EUROPA/Griechenland/Rhodos/Lindos

Lindos – Die „Perle“ von Rhodos
Im Zauber mythischer Landschaft / Ein
riesiges Freilichtmuseum südländischer Kultur
Auf einer Landzunge zwischen zwei Buchten liegen unterhalb der kargen Felsen mit der mittelalterlichen Burg und der Akropolis, dicht an den Berg geschmiegt, die kleinen schneeweißen Häuser von Lindos.

Ein Bild wie aus einer anderen Zeit, darum wurde schon vor Jahren das malerische Städtchen im Südosten von Rhodos unter Denkmalschutz gestellt. Lindos war einst ein mächtiges Handelszentrum, dank des großen Naturhafens. Hier soll der Apostel Paulus an Land gegangen sein, um die Bewohner von Lindos zum Christentum zu bekehren. Heute könnte in den Sommermonaten ein Schild am Ortseingang stehen, mit dem Hinweis: Wegen Überfüllung geschlossen! Dicht gedrängt schieben sich die Touristen durch die engen Gassen, hinauf zum Burgberg mit der Kreuzritter-Festung. Die antiken Bauten sind erst zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wieder ans Tageslicht gebracht worden. Wer die beschwerlichen Stufen nicht gehen mag, wird mit dem „Esel-Taxi“ ans Ziel gebracht. Oben angekommen, haben die „Esel-Touristen“  allerdings oft ein schlechtes Gewissen, die Gutmütigkeit der Tiere ausgenutzt zu haben. Die schlanken dorischen Säulen des Athena-Tempels sind wohl das meistfotografierte Motiv

der Insel Rhodos. Erst dann schweift der Blick in alle Richtungen. Im Süden die Agios-Pavlos-Bucht mit der kleinen Kapelle, im Norden das Kap der Hafenbucht mit dem Grab des Kleoboulos, im Osten das Meer und im Westen, gleich unterhalb des Berges die Dächer von Lindos, auf denen man zahlreiche Restaurants findet, die die typische griechische Küche anbieten, wie Stifado, Moussaka, Souvlaki, Salat mit Feta-Käse oder Dommádes (gefüllte

Weinblätter). Nicht versäumen sollte man einen Spaziergang durch die weniger belebten Gassen, wo sich gut erhaltene „Kapitänshäuser“ verstecken. Der Eingang oder der kleine Innenhof dieser Häuser ist fast immer mit schwarz-weißen Kieselsteinen ausgelegt, die antike Muster zeigen.  Fotos: tt 
 

 

 

 

Überall in Lindos findet man noch schmucke Häuser mit wuchtigen Holztüren. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

USA/Tennessee/Memphis/Graceland  

Graceland – Das Mekka der Elvis Presley-Fans
In Memphis/Tennessee lebte und starb der „King of Rock´n Roll“

Am Stadtrand von Memphis, auf einer kleinen Anhöhe im großen Park am Elvis-Presley-Boulevard 3734, ist nach seinem Tod am 16. August 1977 die letzte Heimstatt des Superstars zur Kultstätte geworden. In „Graceland“ werden die Erinnerungen wach gehalten. Ein Spaziergang durch das Haus und all die persönlichen Fotos und Filme von Elvis werden lebendig. Sein Wohnzimmer, die Küche, das Musikzimmer, der Billardraum oder das Fernsehzimmer sind im Originalzustand geblieben. Die

Einrichtung sieht aus, als haben Elvis und seine Familie das Haus gerade erst verlassen. Doch im „Supermarkt“ der Zeitgeschichte finden sich auch all die unzähligen goldenen Schallplatten, seine Designerkleidung, die Film-Poster und Auszeichnungen für sein soziales Engagement. Im angrenzenden Meditationsgarten liegt die stets blumenübersäte letzte Ruhestätte des „King of Rock´n

Roll“. Neben Elvis Aaron Presley liegen seine Eltern und sein Bruder begraben. Die weiteren Attraktionen von Graceland befinden sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite, also nicht mehr auf dem Privatgelände von Elvis. In einem Museum stehen seine Autos, wobei ganz besonders der pinkfarbene Cadillec heraussticht und seine zwei Flugzeuge auf dem Freigelände. „Lisa Marie“, benannt nach seiner Tochter, ist ein umgebauter Düsenjet, der als fliegendes Wohnzimmer Elvis von Ort zu Ort brachte. Und ganz in der Nähe ist last, but not least das von Elvis besungene „Heartbreak Hotel“, in dem man nach wie vor nächtigen kann.  Fotos: Klaus Tolkmitt
 

 

EUROPA/Frankreich/Loire

Das Schloss Chenonceau ist ein Wasserschloss in Frankreich, etwa zwölf Kilometer südlich der Loire bei Amboise und gehört zu den Schlössern der Loire. Sein Hauptgebäude steht – von Wasser umgeben – am nördlichen Ufer des Cher, während die später errichtete Galerie den Fluss überbrückt. Alljährlich besuchen rund eine Million Touristen die Anlage und machen damit Chenonceau nach Versailles zum meistbesuchten Schloss Frankreichs. Das eleganteste, feinste und originellste der Loire-Schlöss 

er wird auch das Schloss der Damen (französisch: Château des Dames) genannt, denn es waren fast immer Frauen, die seine Geschichte und sein Schicksal bestimmten. Diane de Poitiers prägte das Aussehen des Schlosses durch Erweiterungen ebenso, wie es ihre Nachfolgerin Katharina von Medici tat, der die Anlage ihre berühmte Galerie zu verdanken hat. Das Schloss besteht aus einem nahezu quadratischen Wohngebäude, dem sich südlich eine Galerie anschließt. Die beiden Gebäude stehen im Wasser des Cher. Nördlich davon steht der ehemalige Bergfried der Vorgängeranlage – Tour des Marques genannt –

auf einer von Wassergräben umgebenen Insel, die im Osten und Westen von zwei Renaissance-Gärten flankiert wird. Fotos: Klaus Tolkmitt

 

 

 

 
 

AMERIKA/USA/Route 66

Route 66

Ob als „Mother Road“, als Highway der Hoffnung oder als Sehnsucht nach unendlicher Weite, die alte Route 66 durch den amerikanischen Mittelwesten lebt wieder. Offiziell ist die Straße, die seit Ende der  

zwanziger Jahre Chicago mit Los Angeles verbindet, von der Landkarte verschwunden und durch Interstate Highways (Autobahnen) ersetzt, doch nachdem viele Amerikaner sie neu entdeckt haben, kommen auch Europäer, um „Romantik pur“ zu erleben. Auf der „Main Street of America“ läßt es sich nostalgisch dahinbummeln oder zünftig auf einer Harley Davidson daherrauschen. Als „Historic“-Route gekennzeichnet, durchquert sie gleich einige Staaten und Zeitzonen und weckt Erinnerungen an die Pionierzeit der Amerikaner auf dem langen Weg nach Westen. Viele kleine Orte mit Restaurants und Motels, die schon damals als Zwischenstation dienten, existieren noch heute und werden in zweiter oder dritter Generation als Familienbetrieb geführt. Besonders in Arizona sammelt der alte Highway touristische Pluspunkte. Wer in Seligmann im Barber Shop von Angel Delgadillo

vorbeischaut, wird allerhand von der „guten alten Zeit“ erfahren können. Hier wurde die Route 66 Association geboren, zur Erhaltung des alten Highways in Arizona.Wer sich bei Angel die Haare schneiden läßt, darf sich zum Kreis unzähliger populärer Gäste zählen, die hier Station gemacht haben. Bei Angel und auch nebenan im Restaurant seines Cousins ist die Zeit stehengeblieben. Sie hält Erinnerungen wach an ein Amerika, das anderswo längst der Vergangenheit angehört. Foto: Klaus Tolkmitt

 
 

 

 

Angel Delgadillo (re.) lässt mit Freunden die alte Route 66 wieder aufleben

 

 

 

 

  
 

 

 

EUROPA / Griechenland / Kreta / Porto Loutro/Hotel Porto Loutro

Porto Loutro ist ein kleiner Ort im Süden Kretas, der auf dem Landwege aber nicht zu erreichen ist. Mit dem Taxiboot oder der Fähre gibt es eine Verbindung vom Hafen Chora Sfakion. Das Hotel Porto Loutro liegt idyllisch am Berg mit fantastischer Sicht auf die Bucht. Wer die Ruhe sucht, ist hier richtig. Keine Autos, keine Disco, keine laute Musik, einzige Abwechselung ist der tägliche Fährverkehr im Hafen. Der Kies-Strand ist klein, aber sauber und wird am Wochenende zusätzlich von einheimischen Tagesgästen heimgesucht. Die Liegen und Schirme kosten 5 Euro pro Tag (Stand Juli 2008) und stehen relativ dicht zusammen. Das 3-Sterne-Hotel bietet nur Übernachtung mit Frühstück an. Restaurants und Tavernen haben aber reichlich Auswahl zu vernünftigen Preisen.Speisekarten

benötigt man nicht, man stellt sich sein Menü selbst zusammen. Einkaufsmöglichkeiten beschränken sich auf zwei kleine Läden und einen Kiosk.

Ausflugsmöglichkeiten sind nur mit Boot oder zu Fuß möglich. Durch Porto Loutro führt der Europawanderweg E4. Wanderungen in die Berge oder in Nachbarbuchten bieten sich geradezu an und vermitteln immer wie

der neue tolleEindrücke. Nicht weit von Porto Loutro ist die bekannte Samaria-Schlucht, eine der großen Natursehenswürdigkeiten Europas.  Fotos: Klaus Tolkmitt

weitere infos unter:  www.hotelportoloutro.com

Foto 1: Die Bucht von Porto Loutro  Foto 2: Porto Luotro bei Nacht  Foto 3: Das Hotel Porto Loutro  Foto 4: Die Restaurants liegen direkt am Wasser                                                                                                    

 

 

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